Zwei ungesunde Extreme

Der Begriff Sport wird von den meisten Menschen in zwei gegensätzlichen Ausprägungen gelebt. Wer sich selbst als Fan sieht, hat dabei nur die Rekorde seiner Idole oder seiner Lieblingsdisziplin im Kopf. Für den Fan zählt nur, wer am schnellsten laufen und fahren, am weitesten werfen, oder am meisten Tore schießen kann. Auf den Punkt gebracht, für ihn zählen nur die Besten. Sich mit ihnen zu identifizieren und sich an ihren Glanzleistungen zu weiden, ist ihm genug. Das gefährliche daran ist, dass man dies auch tun kann, indem man selbst passiv ist. Das ist aber nicht der Sinn des Sports. Sportlich sein bedeutet, selbst aktiv zu sein. Aber da trifft man auch schon auf das zweite Extrem. Nämlich die Menschen, die immer darauf aus sind, besser als andere zu sein oder doch mindestens, die eigenen Rekorde von Gestern zu übertreffen. Diese Dauerwettkämpfer sind zwar nicht in Gefahr, zu passiv zu sein, laufen aber trotzdem im wahrsten Sinn des Wortes am eigentlichen Gewinn des Sportes vorbei. Sport soll als Gesundheitstraining verstanden, die eigene Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer verbessern und möglichst bis ins hohe Alter erhalten.